Bei der Herstellung von Prototypen, Unikaten sowie auch kleinen Serien mit niedrigen Auflagen ist der 3D-Druck ein Verfahren, das vor allem durch seine Flexibilität, niedrige Kosten und ein qualitativ hochwertiges Endprodukt überzeugt. Ob Messe-, Design- oder Funktionsmodell, ein maßgefertigtes Bauteil, Skulptur oder Schmuckstück – es gibt nahezu nichts, was sich nicht im 3D-Druck herstellen ließe.

Eigentlich ist es falsch, wenn von „3D-Druck“ gesprochen wird, denn tatsächlich stellen wir Prototypen mit unterschiedlichen Technologieverfahren her, die mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch als „3D-Druck“ bezeichnet werden.

Je nachdem, wie sich die Anforderungen an das dreidimensionale Objekt gestalten, fertigen wir Prototypen, Modelle und Kleinserien in Stereolithographie, selektivem Lasersintern, Fused Deposition Modeling und Vakuumguss um nur einige von uns verwendete Technologie, zu benennen.

Form und Materialbeschaffenheit spielen bei der Wahl des Herstellungsverfahrens eine wichtige Rolle. Alles in allem bezeichnet man diese Herstellungsverfahren aber richtigerweise als Rapid-Prototyping. Dieser Begriff rückt in den letzten Jahren immer mehr in den Hintergrund und wird fälschlich vom Begriff „3D-Druck“ abgelöst.

Wenn Sie sich für die verschiedenen 3D-Druck beziehungsweise Rapid Prototyping Verfahren interessieren, finden Sie auf diesen Seiten alle wichtigen Informationen. Für eine Produktion Ihrer Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff, Metall oder Kunstharz kontaktieren Sie uns bitte. Wir beraten Sie gern!


Im Folgenden erklären wir Ihnen kurzgefasst, wie Rapid Prototyping funktioniert, was es kann, welche Verfahren es gibt und wo es herkommt. Um es einfacher zu machen, verwenden wir an dieser Stelle auch mal den Begriff „3D-Druck“.


So funktioniert der 3D-Druck

Beim 3D-Druck handelt es sich um ein additives Fertigungsverfahren. Das bedeutet, das dreidimensionale Objekt wird schichtweise aufgebaut. Die Basis bildet ein 3D CAD-Datensatz des herzustellenden Teils. Der Computer gibt diesen 3D Datensatz an den 3D-Drucker weiter. Anhand dieser Daten wird das Objekt nun Schicht für Schicht aufgebaut.

Für einen solchen Formenaufbau im 3D-Druckverfahren können sowohl feste als auch flüssige Werkstoffe genutzt werden, die je nach Beschaffenheit geschmolzen oder gehärtet werden. Kunststoffe und flüssige Kunstharze sowie Keramik oder Metall sind die am häufigsten eingesetzten Materialien.


Das kann der 3D-Druck

Im 3D Druck lassen sich selbst komplexe Formen aufbauen, die in herkömmlichen Verfahren nicht realisiert werden können. Gegenüber den meisten anderen additiven Fertigungsverfahren, die im Rapid Prototyping eingesetzt werden, hat der 3D-Druck den Vorteil, dass die aufwändige Anfertigung von Formen entfällt. Gegenüber Verfahren wie Schneiden und Fräsen liegt der Vorteil vor allem darin, dass kein überschüssiges Material verloren geht. Damit ist der 3D-Druck ein äußerst günstiges Verfahren, welches Material und Ressourcen gleichermaßen schont.


3D-Druckverfahren

3D-Druck lässt sich als eine Art Sammelbegriff für verschiedene aufbauende Verfahren zur Herstellung dreidimensionaler Formen bezeichnen. Ihnen allen gemein ist das Ziel, 3D CAD-Daten möglichst direkt in ein dreidimensionales Objekt umzusetzen – ohne zunächst Gussformen oder andere Werkzeuge herstellen zu müssen. Stattdessen wird das Objekt aus formneutralen bzw. formlosem Materialien schichtweise aufgebaut, wobei man sich die verschiedenen physikalischen und chemischen Prozesse wie Schmelzen oder Härten zu Nutze macht.

Das selektive Lasersintern ist eine der meistgenutzten Techniken, wenn es darum geht, Teile aus Kunststoff-Polymeren oder Metall aufzubauen. Für Prototypen und Modelle aus ABS eignet sich das Fused Deposition Modeling, kurz auch FDM-Verfahren genannt. Flüssige Kunstharze hingegen werden in Stereolithografieanlagen verarbeitete. Alle diese Herstellungsverfahren werden unter dem Begriff 3D-Druck zusammengefasst.


Geschichte und Entwicklung des 3D-Drucks

Der Begriff 3D-Druck wird heute meist in einem Atemzug mit Rapid Prototyping oder Modellbau genannt. Denn genau hier hat der 3D-Druck auch seinen Ursprung. Der erste 3D-Druck ist eine Erfindung des US-Amerikaners Chuck Hull aus dem Jahre 1983. Bei seiner Erfindung handelte es sich um ein Gerät, welches sich des Verfahrens der Stereolithografie bediente. 1986 meldete Hull das erste Patent auf seinen 3D-Drucker an. Seit damals hat sich viel verändert. Die ersten 3D-Drucker wurden fast ausschließlich zur Herstellung von Modellen und Prototypen eingesetzt. Erst seit einigen Jahren werden im 3D-Druck auch Bauteile in Kleinserie produziert. Überdies sind 3D-Drucker schon lange nicht mehr nur in Industrie und Forschung anzutreffen, sondern haben längst auch ihren Weg zum Privatanwender sowie zu Künstlern und Architekten gefunden.