Fused Deposition Modelling

Das Fused Deposition Modeling, kurz FDM Verfahren genannt, ist neben der Stereolithographie und dem Lasersintern ein weiteres Verfahren des Rapid Prototyping zur schnellen und kostengünstigen Erstellung von Prototypen, die vorwiegend für Funktionstests eingesetzt werden. Das FDM-Verfahren eignet sich vor allem dann, wenn es um die Herstellung von Bauteilen geht, bei denen die Materialwahl des Kunststoffes (ABS/PC), und eine nahezu völlige Verzugsfreiheit der zu bauenden Geometrien im Vordergrund stehen.

Im Gegensatz zur Stereolithographie und zum Lasersintern erfolgt beim Fused Desposition Modeling die Herstellung von Modellen ohne den Einsatz von Lasern. FDM dient als "Additive Fertigungsmethode" der vollautomatischen Umsetzung von 3D-CAD-Daten in funktionsfähige Bauteile und Baugruppen aus unterschiedlichen, sehr stabilen Thermoplasten. Als Ausgangsmaterial eignet sich ein niedrig schmelzender Werkstoff, der über eine geringe Wärmeleitfähigkeit verfügt, wie es z.B. bei ABS- und PC-Kunststoffen der Fall ist.

Fused Deposition Modelling Verfahren

Das FDM Verfahren

Dieses Verfahren basiert auf der Verflüssigung eines drahtförmigen Kunststoffmaterials durch Erwärmung. Beim anschließenden Abkühlen erstarrt das Material wiederum. Der Materialauftrag erfolgt durch Extrudieren mit einer in der Fertigungsebene frei verfahrbaren Heizdüse. Schicht für Schicht wird das Material auf einer Bauplattform aufgetragen und somit die gewünschte Form, auch komplexer Teile, aufgebaut.

Die Schichtdicken liegen beim Rapid Prototyping je nach Anwendungsfall zwischen 0,13 und 0,25 mm, die geforderten Wandstärken sollten 0,30 mm nicht unterschreiten. Die fertigen Teile weisen eine sehr hohe Festigkeit auf und stehen unmittelbar nach Fertigstellung für Einbautest oder Funktionsversuche zur Verfügung.

Die Genauigkeit der FDM Bauteile werden in der Industrie als die Höchste eingeschätzt. FDM Bauteile sind bekannt als in ihren Abmessungen akkurat, stabil und haltbar. Sie behalten über die Zeit ihre Toleranzen ohne sich zu verziehen, zu schrumpfen oder Wasser anziehend zu wirken. Klimatische Einflüsse verändern die Maße der gebauten Teile nicht. Bei Bedarf lassen sich auch große Bauteile segmentieren, als Einzelteile anfertigen und dann zu einem Modell zusammenfügen. In diesem Fall bleiben unter Umständen die Verbindungsstellen sichtbar, der fertige Prototyp überzeugt aber dennoch durch seine Stabilität.

Galerie Fused Deposition Modelling

Werkstück FDM-Verfahren
Werkstück FDM-Verfahren
Werkstück FDM-Verfahren
FDM-Verfahren
FDM-Verfahren